Februar 2026

Judith Wahl • 28. Januar 2026

Februar 2026 - Wir freuen uns sehr, euch wieder bei uns begrüßen zu dürfen!

Februar 2026 – Wir sind zurück!

Wir sind zurück aus der Winterpause – erholt, voller Vorfreude und mit ganz viel Lust aufs Kochen.
Wir freuen uns sehr darauf, euch wieder bei uns begrüßen zu dürfen.

Mit dem Februar starten wir in eine neue Saison und in ein ganz besonderes Jahr: 40 Jahre Wirtshausgeschichte.
Doch die Geschichte unseres Hauses reicht noch viel weiter zurück. Bereits 1821 begann das erste Kapitel unseres Hauses – ein Ort mit vielen Leben, vielen Menschen und unzähligen Geschichten. Genau diese möchten wir in diesem Jahr mit euch teilen.

Kulinarisch kehren wir zu unseren Wurzeln zurück: Jeden Monat bringen wir ein bis zwei Hauptgerichte auf den Tisch, die unsere Küche über Jahrzehnte geprägt haben. Ehrliche Klassiker, vertraute Aromen und Gerichte,
die man kennt und liebt.

Schön, dass ihr Teil dieser Geschichte seid – damals, heute und morgen.



Unsere Klassiker des Monats - Wildgenuss zur Lichtmess

Seit nunmehr 40 Jahren wird in der Talschenke gekocht, geschmort, gebraten und serviert - mit viel Herz, regionaler Verbundenheit und einer großen Portion Wirtshauskultur. In all den Jahren sind zahlreiche Gerichte entstanden, die unsere Speisekarte geprägt und viele Gäste begleitet haben.

Im Februar laden wir euch zum 40-jährigen Jubiläum zu einer kulinarischen Zeitreise ein - im Zeichen des Wilds, passend zur traditionellen Lichtmess:

Samtiges Maronensüpple
fein cremig, verfeinert mit knusprigen   Kräutercroutons

Zart geschmorter Rehbraten
auf Preiselbeersößle, dazu "Heidenheimer Hefeknöpfle"  und herzhaftes Blaukraut



Wo Geschichte Wurzeln schlägt - Unser Haus anno 1821

Wenn unser Haus erzählen könnte, dann würde seine Geschichte leise beginnen. Nicht mit dem Klirren von Gläsern oder dem Duft aus der Küche, sondern mit Kinderstimmen, Kreide an der Tafel und dem festen Schritt eines Lehrers über Holzdielen.

Im Jahr 1821 wurde das Gebäude im Herzen von Eselsburg als Schule mit Lehrerwohnung errichtet. Es war ein Ort des Lernens – schlicht, zweckmäßig und doch voller Bedeutung für die kleine Gemeinde. Generationen von Eselsburger Kindern drückten hier die Schulbank, lernten lesen, schreiben und rechnen, lernten aber auch, was Zusammenhalt bedeutet. Das Schulhaus war mehr als ein Gebäude: Es war Treffpunkt, Mittelpunkt und ein Stück Heimat.

Noch bis 1928 wurde hier unterrichtet. Damals besuchten nur noch wenige Kinder die einklassige Schule, und mit der Eingemeindung nach Herbrechtingen wurde sie schließlich aufgelöst. Die Kinder mussten fortan den Weg in die größere Schule antreten – und im alten Schulhaus wurde es stiller. Doch leer stand es nie ganz: Das Haus wurde weiter genutzt, diente als Gemeinschaftsrau und blieb so fest im Dorfleben verankert.

Heute erinnert nur noch der markante Glockenturm mit der Dorfglocke an das einstige Schulhaus. Er ist geblieben – als stiller Zeuge vergangener Tage, als Verbindung zwischen damals und heute. Sein Klang begleitete einst den Schulbeginn und das Dorfleben, und er tut es bis heute.

Dass Geschichte hier nicht nur in Büchern steht, sondern von Mensch zu Mensch weitergegeben wird, erleben wir immer wieder. Unsere Gäste erzählen uns von ihren ganz persönlichen Erinnerungen an dieses Haus, von Erlebnissen aus längst vergangenen Zeiten. Eine dieser Geschichten ist uns besonders im Gedächtnis geblieben:

Zu Kriegszeiten wurde die Dorfglocke abgenommen und eingeschmolzen. Ihr Metall wurde abgewogen, in Pfund gerechnet, dem Krieg überlassen. Damit das Dorf dennoch nicht ganz ohne Glocke blieb, behalf man sich auf ungewöhnliche Weise: Eine abgesägte Gasflasche übernahm für eine Zeit ihre Aufgabe. Sie hing dort, wo einst die Glocke geläutet hatte, und rief weiterhin zum Zusammenkommen – anders im Klang, aber getragen vom gleichen Gedanken.

Besonders lebendig muss es in den Frühsommern vergangener Zeiten gewesen sein. Direkt neben dem Schulhaus, dort, wo heute der Brunnen plätschert, fand jedes Jahr ein ganz besonderes Spektakel statt: die Schafwäsche. Zur Zeit der Schur wurden hunderte, manchmal sogar rund tausend Schafe zur Brenz getrieben, ihr Fell gründlich gereinigt – begleitet von Blöken, Bellen, Rufen und Pfeifen. Für die Kinder im Klassenzimmer war an Unterricht kaum zu denken. Der Lärm, der Geruch, das bunte Treiben draußen – all das machte aus dem Schulalltag eine Farce. Ein alter Eselsburger soll später schmunzelnd gesagt haben:
„Mir hend alle Hammel vom Krois da Koopf gwäscha.“

Vielleicht war es genau diese Mischung aus Lernen und Leben, aus Ordnung und ländlichem Trubel, aus Verlust und Zusammenhalt, die dem Haus seine besondere Seele gegeben hat. Eine Seele, die geblieben ist.

Doch diese Geschichte endet hier noch nicht.
Wie aus dem ehemaligen Schulhaus Schritt für Schritt das Wirtshaus wurde, welche Menschen es geprägt haben und wie es schließlich zu dem Ort wurde, den wir heute kennen – davon erzählen wir im nächsten Blogbeitrag, der im März erscheint.

Die Geschichte unseres Hauses geht weiter...



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