Juni 2026 – Kleine Abenteuer und große Geschichten
🌿NATUR & REGION
Wenn der Sommer ins Tal zieht
Mit dem Juni beginnt die Zeit der langen Tage und der lauen Abende.
Die Wiesen stehen in voller Blüte, die Brenz glitzert zwischen den Ufern und das Eselsburger Tal zeigt sich von seinerschönsten Seite.
Jetzt ist die Zeit fürWanderungen durch die Felsenlandschaft, Fahrradtouren entlang der Brenz und entspannte Stunden inmitten der Natur.
Auch unser Biergarten lädt dazu ein, den Sommer zu genießen. Ob direkt an der Brenz, unter den schattigen Bäumen entlang des Bachlaufs oder auf der Terrasse – jeder findet hier seinenpersönlichen Lieblingsplatz.
Der Juni ist eine Zeit fürkleine Auszeiten, gemeinsame Erlebnisse und die Schönheit unserer Heimat.
🏡UNSERE GESCHICHTE
Wo Geschichte Wurzeln schlägt – Teil 5: Als zwei sanfte Riesen nach Eselsburg kamen
Im Jahr 2006 beginnt in der Talschenke einganz besonderes Kapitel.
Die Idee war ebenso einfach wie außergewöhnlich: Gäste sollten das Eselsburger Tal beiKutsch- und Planwagenfahrtenauf eine ganz besondere Weise erleben können.
Dafür zogen zwei beeindruckende Shire Horses bei uns ein:Artus und Max.
Mit einer Schulterhöhe von bis zu zwei Metern und einem Gewicht von rund einer Tonne waren die beiden schon beim ersten Anblick eineimposante Erscheinung. Gleichzeitig waren sie ausgesprochen gutmütig – ein Grund, weshalb diese Pferderasse damals ganz bewusst ausgewählt wurde.
Schon ihre Anreise wurde zurersten Geschichte, die man noch Jahre später erzählte.
Artus und Max waren in England geborenund sollten nun ihr neues Zuhause beziehen. Als sie 2006 nach Eselsburg kamen, war Artus bereits 6 Jahre alt, während Max mit 3 Jahren noch deutlich jünger war. Abgeholt wurden sie in der Nähe von Heilbronn, von wo aus die Reise mit dem LKW weiterging.
Bereits auf dieser Fahrt zeigte Arthus seinenganz eigenen Charakter. Er hatte die Angewohnheit, im LKW immer wieder von einer Seite auf die andere zu treten. Bei einem Pferd mit einem Gewicht von rund einer Tonne bleib das nicht ohne Folgen. Der LKW geriet regelmäßig ins Wanken und wer die Fahrt miterlebte, brauchte mitunterstarke Nerven– und durfte besser nicht seekrank werden. Kurz vor dem Ziel standen Robert und Ingo dann plötzlich imStau - verursacht durch ein freilaufendes Pferd. Kurzerhand halfen sie dabei, das Tier einzufangen, bevor die Reise schaukelnd weitergehen konnte.
Die ersten Wochen verbrachten Artus und Max in einem Offenstall in Hausen, wo sie sich an ihre neue Umgebung gewöhnen konnten. Als sie schließlich nach Eselsburg umziehen sollten, entschieden sich Robert und Ingo gegen einen weiteren Transport mit dem LKW. Nach der ersten, durchaus ereignisreichen Fahrt wollten sie sich – und vor allem Artus – eine weitere schaukelnde Reise ersparen. Also machten sie sich gemeinsam mit den beiden Pferdenzu Fuß auf den Weg nach Eselsburg.
Das Wetter meinte es an diesem Tag nicht besonders gut mit ihnen. Nebel lag über den Feldern und immer wieder zog Wind durch den Wald. Wer Pferde kennt, weiß dass für junge Pferde in einer unbekannten Umgebung plötzlichalles äußerst spannend werden kann.Raschlende Blätter, auffliegende Vögel, Wind in den Bäumen oder ungewohnte Geräusche im Wald – jedes Detail wurde aufmerksam beobachtet und ausgiebig begutachtet.
So ging es für Artus und Max Schritt für Schritt Richtung Eselsburg. Mal mutig und neugierig, mal mithörbarem Schnauben und Prusten, wenn wieder etwas besonders interessant oder verdächtig erschien.
Unterwegs zeigten sich dabei bereits dieunterschiedlichen Charaktere der beiden.Und auch wenn der Weg für Mensch und Pferd manches kleine Abendteuer bereithielt, kamen alle vierwohlbehalten in Eselsburg an.
Artus war der ältere undetwas größere der beiden. Ein wahrer Gentleman – ruhig, würdevoll und gelassen. Er wirkte stets ein wenig erhaben und nahm die Dinge lieber gemütlich.
Max war das genaue Gegenteil.Voller Temperament, neugierig und immer bereit, etwas zu unternehmen -dabei auch immer etwas tollpatschig. Arbeiten war für ihnkeine Pflicht, sondern offenbar ein Vergnügen.
Nach sechs Monaten Ausbildung und Training war es schließlich so weit. Unter der Anleitung von Hansjörg Hamann wurden die beiden eingefahren und auf ihre zukünftigen Aufgaben vorbereitet. Robert und Ingo absolvierten ihren Kutschführerschein und sammelten gemeinsam mit den Pferdenviele Trainingsstunden. Inzwischen waren sie zusammen mit ihrem erfahrenen Beifahrer Rudi zu einem echten Team zusammengewachsen.
Ab 2007 konntendie ersten Gäste einsteigen.
In den folgenden Jahren wurdenHochzeiten gefahren, Geburtstagsgesellschaften abgeholt, Kindergeburtstage begleitet undzahlreiche Sonntagsfahrten durch das Eselsburger Talangeboten.
Auch auf den Weihnachtsmärkten in Herbrechtingen waren Artus und Max unterwegs. Dort brachten sie Besucher von einem Veranstaltungsort zum anderen und sorgten fürviele leuchtende Augen.
Auch vor der Kutsche zeigten sich dieunterschiedlichen Charaktere der beidendeutlich.
Artus war derjenige der sofort auffiel. Er war der imposantere und machte vor der Kutsche stets eineausgezeichnete Figur. Max dagegen liebte die Arbeit. Sobald es losging, konnte man förmlich sehen, wie er sichins Geschirr legte und voller Tatendrang anzog.
So kam es vor, dass man vom Kutschbock aus den einen daran erinnern mussten, dass er nicht nur gut aussehen, sondern auch mitziehen sollte, während man dem anderen gelegentlich erklärte, dass er die Kutschenicht alleine ziehen musste. Wer genau hinsah, konnte das oft schon amOhrenspiel der Pferdeerkennen. Eine kurze Ansprache genügte und beide wussten meist ganz genau, wer gerade gemeint war. Für die Gäste war es immer wieder beeindruckend zu sehen, wie aufmerksam die beiden aufRobert und Ingo reagierten.
Eine besonders schöne Erinnerung blieb jedochMax' Begrüßung auf der Koppel.
Wenn Robert nach ihm rief, setzte sich Max oft sofort in Bewegung. Erst langsam, dann immer schneller. Schließlich galoppierteeine Tonne Pferdmit beeindruckender Geschwindigkeit über die Wiese direkt auf ihn zu. Der Boden bebte, Staub wirbelte auf – und erst im allerletzten Moment bremste Max ab und blieb erwartungsvoll vor ihm stehen. Ein beeindruckendes Schauspiel - jedes Mal aufs Neue.
Von 2006 bis 2009 gehörten Artus und Maxfest zur Talschenke-Familie.
Als die gesetzlichen Auflagen für den Betrieb immer umfangreicher wurden, fiel schließlichdie Entscheidung, für die beiden ein neues Zuhause zu suchen.Schweren Herzens verabschiedeten wir uns von ihnen. Beide fanden bei einem privaten Geschwisterpaar im Oberschwaben ein neues Zuhausemit tollen großen Weideflächen.
Auch wenn ihre Zeit in Eselsburg nur wenige Jahre dauerte, haben sie viele Menschen begeistert und unzählige Erinnerungen hinterlassen.
Und wer damals dabei war, erinnert sich vielleicht noch heute an das Geräusch ihrer schweren Hufe auf dem Asphalt – und an zwei sanfte Riesen, die die Talschenke in diesen Jahren begleitet haben.
🍽️ GENUSS & WIRTSHAUSLEBEN
Unsere Jubiläums-Klassiker des Monats – Kleine Abendteuer und große Geschichten
Seit nunmehr40 Jahrenwird in der Talschenke gekocht, geschmort, gebraten und serviert - mitviel Herz, regionaler Verbundenheit und einer großen Portion Wirtshauskultur.In all den Jahren sind zahlreiche Gerichte entstanden, die unsere Speisekarte geprägt und viele Gäste begleitet haben.
Im Juni kehr ein echter Lieblingsklassiker zurück:
Esels-Burger Saftig gezupfter Schweinebraten mit cremigem Krautsalat & Burgersoße im Burgerbrötchen dazu Salatbouquet mit knusprigen Pommes Frites
Altschwäbischer Sonntagsteller Schweinelendchen auf kräftigem Bratensößle dazu Herrgottsbscheißerle (Maultaschen), hausgemachte Spätzle und Kartoffelsalat
Biergarten – Sommer an der Brenz
Jetzt zeigt sich unser Biergarten von seiner schönsten Seite.
Unter alten Bäumen, direkt an der Brenz oder entlang des kleinen Bachlaufs findet jeder seinen persönlichen Lieblingsplatz.
Ob zum Mittagessen, für ein kühles Getränk oder auf ein Stück Kuchen am Nachmittag – draußen zu sitzen gehört im Juni einfach dazu.
Gerade an warmen Sommertagen wird der Biergarten zu einem Ort, an dem Menschen zusammenkommen, den Alltag für eine Weile vergessen und die besondere Atmosphäre des Eselsburger Tals genießen.
Kuchen & Torten – Genuss mit Tradition
Wir lieben die Tradition von Kaffee & Kuchen.
Sie gehört für uns einfach zum Wirtshausleben dazu – dieses kleine Innehalten am Nachmittag, ein gutes Gespräch am Tisch und dazu ein Stück hausgemachter Kuchen.
💛WAS UNS AM HERZEN LIEGT
Familienzeit in der Talschenke
Ab Mai wird es bei uns samstags wieder besonders lebendig:Unser Familientag startet in die neue Saison.
Ein Tag, der ganz bewusst den Familien gehört –mit Zeit füreinander, entspannter Atmosphäre und Raum für die Kleinen.
Für unsere jungen Gäste gibt es ein eigenes Kindermenü:
Apfelschorle oder Wasser (0,2 l),
6 Chicken Nuggets mit Pommes und Ketchup
und ein Mini-Milk-Eis zum Abschluss
zum familienfreundlichen Spezialpreis.
Während die Kinder spielen und draußen unterwegs sind, können die Erwachsenen in Ruhe zusammensitzen und den Moment genießen.
Genau diese gemeinsamen Stunden sind es, die uns besonders am Herzen liegen.
Wir freuen uns auf den Mai,auf viele schöne Begegnungen,auf lebendige Tage im Biergarten –und auf euren Besuch bei uns in der Talschenke.